Worauf sollte man schon vor Beginn der Schwangerschaft achten?

Da wird sehr häufig von Frauenärzten die Folsäure empfohlen, weil sie spezielle kindliche Erkrankungen verhindern helfen kann, beispielsweise den "offenen Rücken" (spina bifida), der schon in der fünften Schwangerschaftswoche entsteht, statistisch bei einer von 1500 Schwangerschaften. Weil die Schwangerschaft jedoch meistens erst in der sechsten Schwangerschaftswoche festgestellt wird, wäre es sinnvoller, die Folsäure (400 Mikrogramm/Tag) schon dann einzunehmen, wenn der Kinderwunsch besteht.

In einigen europäischen Ländern wird empfohlen, bei Kinderwunsch zusätzlich zur Folsäure auch noch 100 bis 150 Mikrogramm Jod pro Tag einzunehmen, und bei Beginn der Schwangerschaft 200 bis 250 Mikrogramm/Tag. Die Einnahme von Folsäure und Jod sollte zumindest bis zur 16. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden.
Auch ein Eisenmangel sollte rechtzeitig behandelt werden. Der Bedarf in der Schwangerschaft ist durch das heranwachsende Kind deutlich gesteigert. Eisenmangel kann sehr häufig bei Frauen mit starken Regelblutungen auftreten und insbesondere auch dann, wenn der Gehalt von Ferritin (Eiweißstoff, der im Körper zur Speicherung des Eisens dient) im Blut unter 30 Mikrogramm liegt. Es reicht aus, jeden Tag ein Präparat mit 30 Milligramm Eisen einzunehmen.

Frauen, die radikal vegetarisch leben, so genannte Veganerinnen, sollten im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft in ihrem Blut den Anteil des Vitamins B 12 kontrollieren lassen, weil bei einem Mangel dieses Vitamins die Rate an Früh- und Fehlgeburten sowie an Schwangerschaftstoxikosen (Gestosen oder Schwangerschaftsvergiftung) höher sein soll. Auch dieser Mangel sollte dann nach Rücksprache mit dem Arzt ausgeglichen werden.

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