Worauf muss man bei der Hände-Desinfektion achten?

Es gibt eine ganze Reihe von Präparaten zur Hände-Desinfektion (z.B. Sterilium®, Desderman®, um nur einige zu nennen). Nicht alle wirken allerdings gleichermassen gegen Bakterien und Viren.

Der "Verbund für angewandte Hygiene" hat die Wirksamkeit gegen die entsprechenden Erreger geprüft und dabei eine gute Wirksamkeit der Desinfektionsmittel gegen Staphylokokken (Eitererreger), Enterokokken und E.coli (Darmbakterien), gegen Streptokokken und gegen den Erreger des Krankenhauskeims MRSA (methicillin-resistenter Staphylokokkus Aureus) und gegen Candida albicans festgestellt. 

Die Wirksamkeit gegen Tuberkelbakterien und Hautpilzerreger ist dagegen fraglich.

Sog. behüllte Viren werden bei der Händedesinfektion gut inaktiviert: dazu gehören HIV, HCV (Hepatitis C-Virus) und HCV (Hepatitis-B-Virus), sowie Masern-, Mumps-, Röteln und Influenza-Viren. Auch Herpes-, Cytomegalie-, Epstein-Barr- und Varizella-Zoster-Viren werden unschädlich gemacht.                                                                                   Die sogenannten "nackten" Viren (ohne besagte Hülle), wie die Durchfall-auslösenden Noro- und Rotaviren, Viren die Hepatitis-A auslösen, Coxsackie-, Papilloma-, Polio- (Kinderlähmung) und Rhinoviren (u.a. Schnupfen) sind dagegen nur schwer angreifbar. Und wenn dann auch nur mit Präparaten, die als "viruzid" einzuordnen sind.

Ganz wichtig bei der Händedesinfektion ist allerdings, das Desinfektionsmittel in die trockenen Hände einzureiben und die Einwirkzeit zu beachten, d.h. die Hände vollständig zu benetzen und sie mindestens 30 Sekunden zu "waschen", wobei auch auf die Daumen, die Fingerkuppen und die Zwischenfingerräume zu achten ist. Unverträglichkeitsreaktionen können durch Farbstoffe oder Parfums ausgelöst werden, Händedesinfektionsmittel sollten daher nur aus Alkohol und rückfettenden Substanzen bestehen.

 

 

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