Wo finden die Geburten statt?

 Der überwiegende Teil der Schwangeren wünscht sich eine "natürliche Geburt", aber: 

Die meisten Frauen haben sich zwischen der 30. und 36.SSW mit den Möglichkeiten der Entbindung auseinandergesetzt und haben abgewogen, ob sie eine Hausgeburt, ein Geburtshaus oder eine Geburtsklinik vorziehen. Ein frühzeitiges Kennenlernen der Räumlichkeiten, ggf. auch der Hebamme gibt Ihnen Sicherheit und Vertrauen. Allerdings nutzen nur knapp 2 % der Schwangeren (ca. 10.000 Frauen) die Möglichkeit, außerhalb einer Klinik zu entbinden.

Außerhalb der Klinik entbinden 90 % ! spontan und 80 % benötigen keine Schmerzmittel. Das aber trifft überwiegend auf Schwangere zu, bei denen die Aussicht auf einen unkomplizierten Geburtsverlauf besteht, d.h. es liegen keine mütterlichen Erkrankungen, kein Zustand nach Kaiserschnitt, keine Lageanomalien wie Steiß- oder Querlage, kein Mißverhältnis zwischen kindlichem Köpfchen und mütterlichem Becken und keine Mehrlingsschwangerschaften vor. Häufig sind es auch Mehrgebährende, die schon eine einfache Spontangeburt erlebt haben.                                                                                 Von diesen Frauen mußten allerdings doch 12,4 % noch vor der Entbindung in ein Krankenhaus verlegt werden und 3,4 % nach der Entbindung z.B. wegen des Nichtlösens des Mutterkuchen oder starker Blutungen.

(die Zahlen entstammen aus Loytved,C und P. Wenzlaff "German-out-of-Hospital Birth Study 2000-2004,Hans Huber Verlag, Bern).

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