Wie wird eine Fehlgeburt diagnostiziert?

 Wird bei der gynäkologischen Tastuntersuchung kein Wachstum der Gebärmutter festgestellt, kann das ein Hinweis für eine Fehlgeburt sein.
Beweise können mittels Ultraschall oder durch mehrere Hormonuntersuchungen erbracht werden.
Mit einer Ultraschalluntersuchung können das fehlende Wachstum der Frucht, die fehlenden Bewegungen und insbesondere die fehlenden Herzaktionen erkannt werden. Unter einem fehlenden Wachstum versteht man, dass die Entwicklung des Kindes nicht der berechneten Schwangerschaftswoche entspricht. Das allein ist nur dann sicher ein Indiz für einen Abort, wenn es schon zuvor (z.B. 14 Tage) eine Ultraschalluntersuchung gegeben hat, und seitdem kein ausreichendes Wachstum erfolgte.
Ansonsten könnte auch eine fehlerhafte Berechnung der Schwangerschaftswoche die Ursache dafür sein, dass das Kind „zu klein“ ist, dann nämlich, wenn die Mutter einen unregelmäßigen Zyklus, besonders wenn sie einen deutlich verlängerten Zyklus hat.
Bei allen üblichen Berechnungen der Schwangerschaftswoche wird von einem 28-tägigen Zyklus ausgegangen. Bei einer Frau mit einem 35-tägigen Zyklus findet die Befruchtung allerdings erst 1 Woche später, bei einem 42-tägigen Zyklus sogar 14 Tage später statt, d.h. die Kinder sind entsprechend jünger und kleiner.

Bei einer erstmaligen Untersuchung ist das also eben so wenig ein Beweis für eine Fehlgeburt, wie fehlende Kindsbewegungen. Ein sicheres Indiz sind aber fehlende Herzaktionen, die mit guten Ultraschallgeräten bereits ab der 6. SSW zu erkennen sind.
Das genaue Schwangerschaftsalter kann übrigens am besten um die 12. SSW herum mittels Messung der Scheitelsteißlänge im Ultraschall ermittelt werden.

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