Wie wird eine Chlamydieninfektion diagnostiziert?

Es gibt zwar seit 1996 das Screening auf Clamydia trachomatis in der Frühschwangerschaft, meist mittels des sog. "Elisa-Tests" mit dem Ziel, die Frühgeburtlichkeit ebenso zu senken wie die peripartalen (um die Geburt herum) Infektionen zu vermeiden und eine ggf. eine Therapie mit z.B. Erythromycin durchzuführen. Dabei lag die Prävalenz (Anzahl der Erkrankten zur Anzahl der Untersuchten) bei ca. 2%. In sofern ist dieses Screening (Suchtest) wenig erfolgreich.                                                                   Sehr viel erfolgreicher ist eine solches Screening bei Frauen bis 25 Jahre, allerdings gibt es bis jetzt keinerlei Aufklärung bei Jugendlichen,  und ein Screening bei Wöchnerinnen, a) zur Vermeidung einer Sterilität und b) ist es ausreichend zur Therapie Neugeborener. (Nach a.Clad, Freiburg, Vortrag 2012/Sylt)

Die besten Ergebnisse erbrachten dabei Vaginal- etwas weniger gut sind Zervixabstriche. Frauen ohne Beschwerden können den Chlamydien-Test auch mittels Eigenabstrich vornehmen.

Bislang nehmen aber nur ca. 11% der Frauen an derartigen Untersuchungen teil, in England sind es 35 %, in den USA 45%! 
Obwohl viele Frauen in diesem Alter schon allein wegen der Verordnung von Verhütungsmitteln, einmal im Jahr ihren Gynäkologen aufsuchen, bekommen sie hierzulande keinen Chlamydien-Test.
Mittlerweile gibt es hierzu klare
Merkblätter bei den Kassenärztlichen Vereinigungen.

 

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