Wie werden die Rhesusfaktoren vererbt?

Der Augustinerpater Mendel hat 1865 die Vererbungsregeln aufgestellt, die später als Mendelschen Gesetze bezeichnet wurden. Sie erinnern sich? Geforscht hat er u.a. an Wicken (Blumen). Wenn er eine rote mit einer weißen Wicke kreuzte, ergab es in der ersten Generation rosa Wicken, die, untereinander gekreuzt, ergaben in der nächsten Generation zu 25 % weiße, zu 50 % rosa und zu 25 % rote Wicken. 

Das gilt allerdings nur, wenn beide Erbanlagen gleichwertig sind – d.h. gleich dominant sind. Anders sieht es aus, wenn eine Erbanlage dominant (vorherrschend) ist, die andere jedoch rezessiv (zurückhaltend). Ein rezessives Erbmal kann sich nur dann durchsetzen, wenn es homozygot (reinerbig) auftritt. Betr. der Wicken bedeutet das, das bei Dominanz der roten Wicken beim Kreuzen mit Wicken mit weißem, rezessivem Farbstoff in der ersten Generation nur rote Wicken auftreten, die allerdings alle heterozygot (mischerbig) sind, so dass beim Kreuzen untereinander "Rot" zu "Weiß" im Verhältnis von 3:1 auftritt, einmal reinerbig "Rot", zweimal mischerbig "Rot" und einmal reinerbig "Weiß". 

  So ähnlich verläuft das auch mit der Vererbung des Rhesusfaktors:                                             Z.B. Der Vater ist reinerbig Rh-pos. (DD), die Mutter reinerbig Rh-neg (dd).  Nach Mendel gibt es     jetzt 4 Möglichkeiten: Dd, Dd, dD, dD. Damit wäre das Kind immer Rh.pos.                                      Ist der Vater mischerbig Rh-pos (Dd), die Mutter weiterhin reinerbig Rh-neg (dd), ergibt sich             folgende Konstellation: Dd, Dd und dd und dd, d.h. das Kind hätte eine 50 %ige Chance Rh-neg.     zu sein.                                                                                                                                              Ist der Vater mischerbig (Dd), die Mutter aber auch (Dd) sind beide demnach Rhesus positiv, das   das D dominant ist und es ergibt sich folgende Konstellation: DD, dD, Dd und dd. Bei dieser             Konstellation hätte das Kind eine 75 %ige Chance, Rhesus positiv zu sein.                                        Ist der Vater hingegen reinerbig Rh-neg (dd), ist es wie in der obigen Konstellation, das Kind ist       immer Rh-pos, egal ob nun reinerbig oder mischerbig. Das heißt, in dieser Konstellation kann es     nie zu einer Rh-Inkompatibilität (Unverträglichkeit) kommen. 

Deshalb wäre es so gut, die exakte Blutgruppe von Mutter und Vater zu wissen.

 
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