Wie verändert sich die Gebärmutter (Uterus) in der Schwangerschaft?

Unter hormonellem Einfluss wird zunächst die Schleimhaut der Gebärmutter, das Endometrium, für die Aufnahme des befruchteten Eies vorbereitet.



Für die dann folgende Größenzunahme des Uterus sind zwei Ursachen verantwortlich: es kommt sowohl zu einem aktiven Wachstum der Muskelzellen, als auch zu einer passiven Dehnung.

Wichtig für die Schwangerschaft ist, das dieser Vorgang ohne wesentliche Erhöhung des Grundtonus (der Wandspannung) abläuft. 

Es kommen zwar in der Schwangerschaft immer mal wieder Kontraktionen vor, die aber nur zu geringen Drucksteigerungen führen.

Als Auslöser dafür gelten Lageänderungen der Schwangeren, Bewegungen und Lageänderungen des Kindes, Stöße von außen, insbesondere stellt es aber für die Muskulatur ein Training dar:

An der Gebärmuttermuskulatur sind Millionen von Muskelfasern beteiligt, die gegenläufig und spiralig angeordnet sind und ein Netzwerk bilden.

Zum Zeitpunkt der Geburt müssen die Fasern auf Kommando „an einem Strang ziehen“; das wird vermutlich mit den Schwangerschaftswehen „eingeübt“.

 

Die Blutversorgung erfolgt über die links- und rechts vom Uterus angeordneten Gebärmutterarterien (Arteria uterina), die schon durch ihren gewundenen Verlauf hervorragend geeignet sind, sich an das Größenwachstum anzupassen. An diesen Arterien wird später ein Teil der sog. Doppler-Untersuchung vorgenommen, zum Ausschluss einer Mangelversorgung des Kindes (Plazentainsuffizienz),.

 
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