Wie sollten die Eileiter unterbunden werden? Welches ist die sicherste Methode?

 Im Wochenbett gibt es im wesentlichen 2 Verfahren einer Sterilisation:

Früher wurden die Eileiter einfach mit nicht-resorbierbaren Fäden unterbunden. Es zeigte sich aber, dass die Verlässlichkeit dieser Methode im Laufe der Jahre nachließ, und es zu einer Rekanalisation (Wiederdurchgängigkeit) der Eileiter kam.

Zur Wahl stehen heute die sog. partielle Salpingektomie (Entnahme eines Eileiterteilstücks mit jeweiliger Unterbindung links und rechts davon) und der Verschluss des Eileiters mit Titanium-Clips. Letzteres kann im Wochenbett per Laparoskopie durchgeführt werden.
Die partielle Salpingektomie kann in Verbindung mit einem Kaiserschnitt sehr einfach durchgeführt werden, ansonsten ist das nur mittels einen Bauchschnitts möglich. Die über 2 Jahre gemessene Schwangerschaftsrate lag mit 0,004 extrem niedrig (Rodriguez,Mi et al.: BJOG 120 (2013) 108).
Beim Titanium-Clip lag die Schwangerschaftsrate bei 0,017, also etwas höher.

Koagulationen (das Verkochen) der Eileiter per Laparoskopie mittels eines sog. Elektrokauters, wie sie außerhalb einer Schwangerschaft mit gutem Erfolg durchgeführt werden, zeigen kurz nach der Geburt ebenfalls eine höhere Schwangerschaftsrate.

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