Wie sieht ein übertragenes Kind aus?

Ein übertragenes Kind hat so genannte Waschfrauenhände, also schrumpelige Hände, wie wir sie haben, wenn wir lange in der Badewanne liegen. Die Haut des Kindes ist dann besonders an den Fingerspitzen schrumpelig und die Fingernägel überragen das Nagelbett. Es fehlt das, was man die „Käseschmiere“ nennt, die weißliche, schmierige Auflage auf der Neugeborenen-Haut, die aus abgeschilferten Hautzellen und dem Talg aus Talgdrüsen des ungeborenen Kindes besteht. Diese Schicht schützt vor Infektionen und fettet die Haut des Kindes ein. Und wahrscheinlich spielt sie auch als Gleitmittel bei der vaginalen Geburt eine Rolle.

Je länger sich die Geburt verzögert, umso mehr nimmt die „Käseschmiere“ ab, was auch ein Hinweis ist, dass das Kind übertragen wurde. Im nächsten Stadium sieht man im Fruchtwasser das „Kindspech“ (Mekonium), also den ersten Stuhlgang, der normalerweise erst nach der Geburt erfolgt. Er verfärbt das Fruchtwasser grün. Das bedeutet nun, dass bereits in der Gebärmutter die Versorgung des Kindes mit Sauerstoff nicht mehr ausreichend ist, sei es, dass die Plazenta stark verkalkt ist oder eine Kompression der Nabelschnur vorliegt.

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