Wie sieht das Krankheitsbild der Masernerkrankung aus?

Nach der Ansteckung beginnt meist nach 8-10 Tagen die Erkrankung mit hohem Fieber, Abgeschlagenheit, bellender Husten und Schnupfen (typische Erkältungsanzeichen) und einer Bindehautentzündung der Augen.
                                                                                Bei genauer Betrachtung fallen an der Wangen-Innenschleimhaut weiße Flecken auf (sog. Koplik´sche Flecken).
                                                                                                         Nach kurzer Zeit fällt das Fieber ab, um kurz danach wieder anzusteigen. Am 3. und 4. Tag beginnt ein fleckiger dunkelroter Ausschlag im Gesicht und hinter den Ohren und breitet sich über den ganzen Körper aus (typisches Masernexanthem). Nach diesem Krankheitshöhepunkt  fällt das Fieber und der Ausschlag geht zurück.
                            

Nach etwa einer Woche sollten die Beschwerden abgeklungen sein. Andernfalls kommt es zu ernsthaften Komplikationen wie: Entzündung der Atemwege und der Lunge sowie einer Mittelohrentzündung. 
Besonders gefürchtet sind Masern-Encephalitis (Entzündung des Gehirns) und Masern – Meningoencephalitis (Entzündung der Hirnhäute). Bei einem hohen Anteil der Erkrankten besteht die Gefahr bleibender Schäden.
 Die Sterberate liegt bei Infizierten immer noch über 20%, da es keine spezifische Behandlung gegen Masern gibt! 

In seltenen Fällen kommt es zu einer Gehirnentzündung (Encephalitis) ca. 6-8 Jahre nach der Maserninfektion. Gehäuft tritt das bei Kindern auf, die Masern bereits im ersten Lebensjahr hatten. Das liegt daran, dass der von der Mutter mitgegebene Netzschutz sich abbaut und die Impfung erst am Ende des ersten Lebensjahres verabreicht wird.

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