Wie sieht das klinische Bild der Windpocken aus und welche Komplikationsmöglichkeiten ergeben sich?

Windpocken zeigen sich durch das unverwechselbare Bild der Haut mit juckenden Bläschen und Pusteln (verkrusteten Bläschen).

Bei Ausbruch der Windpocken bildet sich zunächst ein roter Fleck, aus der sich eine Erhebung (Papel) und später ein Bläschen entwickelt.                                                        Der Ausschlag breitet sich nach und nach über den ganzen Körper aus sowie auf den behaarten Teil des Kopfes und auf Arme und Beine. Auch die Schleimhäute im Mund, an Bindehäuten und im Genitalbereich können betroffen sein. Das geht einher mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen.  Die Bläschen verkrusten,  können sich beim Aufkratzen infizieren und hinterlassen nach dem Abheilen Narben.  Später fallen die Krusten ab und hinterlassen zunächst helle Flecken.                                                                                                         Da das Virus aber weiter (ggf. lebenslang) im Körper verbleiben kann, ohne erneut Hauterscheinungen auszulösen, kann besonders bei geschwächter Immunitätslage eine schmerzhafte Gürtelrose auftreten.

Weitere Komplikationen können Mittelohr- und Hirnhautentzündung (Meningitis) sein. Dabei treten starke Kopfschmerzen, eine Nackensteifigkeit und hohes Fieber auf. Es besteht eine starke Licht- und Berührungsempfindlichkeit.

Die Komplikationsmöglichkeiten bei Schwangeren sind bereits bei der Frage: "Was ist an Windpocken in der Schwangerschaft so gefährlich?" beschrieben. Auch eine Lungenentzündung (Pneumonie) ist mit einem hohen Risiko für die Mutter verbunden.
 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.