Wie sieht das klinische Bild der Borreliose/Lyme Borreliose aus?

Frühes Stadium:
Zunächst kann sich (muss aber nicht) am Ort des Zeckenbisses die sogenannte, sehr variable Wanderröte (Erythema migrans) bilden. Sie bildet sich etwa nach 2 bis 3 Wochen an der Einstichstelle, wird großflächig und blasst dabei in der Mitte mehr und mehr ab.

Verbreitet sich das Bakterium im Organismus, kann es zu Symptomen wie Kopfschmerzen, Fieber und Abgeschlagenheit kommen. In seltenen Fällen tritt die Wanderröte an mehreren Stellen des Körpers gleichzeitig auf.
Bei Erwachsenen tritt die Wanderröte häufig an den Beinen auf, bei Kinder sind eher Kopf- und Halsregion betroffen.

Generalisiertes Stadium:

Dieses Stadium dauert bis zu einem Jahr, in dem Krankheitserscheinungen an der Haut, am Nervensystem, am Bewegungsapparat und an Herz und Augen auftreten können.
Hier machen sich besonders Muskel- und Gelenkschmerzen (Arthritis) bemerkbar, die dann zum Arztbesuch führen und dann mittels eines Antikörpersuchtests als Borreliose diagnostiziert werden kanne. Das ist manchmal schwierig, weil sich niemand mehr an den Zeckenbefall erinnert. Einfacher ist es mit der Diagnose, wenn sich in speziellen Hautbereichen, im Ohrbereich, am Hoden oder an der Mamille sog. Lymphozytome bilden, die sich fest anfühlen und sich bläulich verfärben und über Wochen bestehen bleiben.

Chronisches Stadium:

Dieses Stadium kann nach ca. 1 Jahr beginnen und trifft die gleichen oben genannten Organsysteme ebenso, wie Hautverfärbungen über Gelenken mit Hautschrumpfung (Atrophie) von Haut und Bindegewebe, Hirnhautentzündung mit Ausfall von Nerven (Facialisparese – Geichtslähmung), der sog. Lyme-Arthritis mit Gelenkschwellungen und-schmerzen, bevorzugt am Knie.

 

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