Wie kommt es zum Bettnässen?

Das Problem Bettnässen heißt in der medizinischen Fachsprache Enuresis. Man spricht von primärer Enuresis, wenn das Kind bisher niemals trocken war und von sekundärer Enuresis, wenn das Kind nach langer Trockenzeit wieder beginnt einzunässen. Zuerst sollten organische Ursachen für das Einnässen ausgeschlossen werden.
Bei primärer Enuresis muss man an körperliche Probleme wie Harnwegsinfekte , Nierenprobleme, etc. denken, die man unbedingt mit ärztlicher Hilfe abklären lassen sollte. Falls keine organischen Ursachen gefunden werden, liegt höchstwahrscheinlich eine Reifungsverzögerung im Hirnstamm mit einer Tag-Nachtrhytmusstörung vor. Dabei kommt es zu vermehrter Urinproduktion in der Nacht. Da die Kinder sehr oft tief schlafen, ist der Reflex zur Blasenentleerung unterdrückt und der Urin läuft von allein. Diese Störung verschwindet während des Reifungsprozesses meistens von selbst, so dass Bettnässen bei Jugendlichen nur noch selten auftritt (1 bis 2 %). Diese Erfahrung sollte alle Eltern beruhigen, die in Panik geraten, wenn ihr Kind nachts einnässt.
Bei der sekundären Enuresis kann die Störung durch belastende Ereignisse und Stressfaktoren wie Schuleintritt, Trennung der Eltern oder Umzug ausgelöst werden.

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