Wie kommt es, dass es trotz der Anti-D-Prophylaxe immer noch Fälle mit einem Morbus haemolyticus (Rhesus-Erkrankung des Kindes) gibt?

Unzweifelhaft ist, dass die Anti-D-Prophylaxe die Häufigkeit vorgeburtlicher kindlicher Todesfälle und solche unter und nach der Geburt drastisch verringert hat. Dennoch kommt es immer wieder dazu, dass die Anti-D-Spritze vergessen wird oder sie fälschlich auch an Rh-positive Frauen verabreicht wird.

Man schätzt, dass es in Deutschland immer noch völlig unnötig über 300 Fälle des Morbus haemolyticus neonatorum gibt (Morbus=Krankheit, haemolyticus von Hämolyse=Auflösung der roten Blutkörperchen, neonatorum von neo= neu und natus=Geburt. Der Begriff bezeichnet also die bei einer Rhesus-Unverträglichkeit auftrende Erkrankheit Neugeborener durch Auflöung der Blutkörperchen)

Achten Sie deshalb als Rhesus-negative Schwangere selbst darauf, dass

a) die Blutgruppe Ihres neugeborenen Kindes bestimmt wurde, und 

b) wenn diese ein RH-positives Kind ausweist, Sie innerhalb von 48 Stunden nach einer Entbindung, Fehlgeburt oder nach         Blutungen eine Anti-D-Spritze erhalten. Dann sind die Gefahren für eine Rh-Erythroblastose in einer neuen Schwangerschaft     gebannt. Allerdings benötigen Sie in der nachfolgenden Schwangerschaft erneut Anti-D-Prophylaxe.

 

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