Wie kann unter der Geburt ein Riss der Gebärmutterwand erkannt und verhindert werden?

Prof. Dr. W.H. Henrich berichtete auf dem gynäkologischen Fortbildungskongress (FOKO) 2011 darüber, dass das Risiko für einen Riss in der Gebärmutter ohne vorhergehende Operation bei 1:17.000 liegt (0,00005 %), also nur sehr selten vorkommt. Nach einem Kaiserschnitt, dem sog. "Tiefen Querschnitt" liegt das Risiko schon bei 0,2-1,5 % und bei einem Längsschnitt sogar bei 10 %.

Das erhöhte Risiko kann mittels Ultraschall schon in der 20. SSW erkannt werden:

a) durch Messung der Wanddicke der Gebärmutter

b) durch einen Ausschluß einer in diesem Bereich eingewachsenen Plazenta. Beides erhöht ganz erheblich das Risiko eines Risses und das Auftreten schwerer Blutungen, die im schlimmsten Fall zur Entfernung der Gebärmutter führen können. 

Liegen entsprechende Risiken vor, sollte der geplante vaginale Entbindungsversuch überdacht werden und besonders eine Geburtseinleitung z.B. mit Oxytocin (wehenauslösendes Mittel) unterbleiben.

 

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