Wie kann eine Frühgeburt bei Mehrlingen verhindert werden?

Grundsätzlich greifen hier die gleichen Behandlungsmöglichkeiten wie bei Einlingen (manche allerdings ohne den gewünschten Erfolg).

Folgende Behandlungsmöglichkeiten werden diskutiert und z.T. durchgeführt:

  • Körperliche Schonung, frühzeitiges Krankschreiben
  • Die routinemäßige stationäre Behandlung hat nicht dafür gesorgt, dass die Verweildauer der Kinder in der Gebärmutter gesteigert werden konnte
  • Vermeidung von Stress
  • Vermeidung vaginaler Infektionen
  • Die Anwendung von Progesteron, hat bei Zwillingen nur geringen Erfolg gehabt, obwohl dies bei Hochrisiko-Einlingsschwangerschaften durchaus vielversprechend war
  • Prophylaktische Cerclage. Das "Zubinden" des Muttermundes nach Shirodkar hat leider nicht zum erwünschten Erfolg geführt und wird nur noch in Notfällen durchgeführt, um ein paar Tage zu gewinnen, um z.B. die Lungenreife medikamentös zu fördern.
  • Tokolyse (Wehenhemmung). Die medikamentöse Wehenhemmung wird sicher versucht werden. Ein dauerhafter Effekt ist auch hier nicht wahrscheinlich, zumal es eine Reihe von Komplikationsmöglichkeiten gibt, z.B. erhöhte Belastung des mütterlichen Herz-Kreißlaufsystems, Atemnot durch Lungenödeme u.a. Deshalb muss hier eine genaue Nutzen-Risikoanalyse durchgeführt werden.
  • Geschlechtsverkehr. Sie müssen nicht völlig darauf verzichten, wählen Sie aber eine Stellung, bei der das Glied nicht zu tief eindringt (Seitenlagerung). Zusätzlich sollte Ihr Partner Kondome verwenden, damit das in der Samenflüssigkeit enthaltene Prostaglandin keine Wehen auslöst.
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.