Wie kann ein Mamma-Carcinom in der Schwangerschaft entdeckt werden?

Leider ist eine Frühdiagnose in der Schwangerschaft nicht ganz einfach: Etwa 2-3 % aller Mammacarcinome werden in der Schwangerschaft entdeckt, häufig mit bis zu 8-monatiger Verspätung, vermutlich, weil die starke Durchblutung der Brust, die ja auch in ihrem Volumen zugenommen hat, die Diagnostik erschwert, und niemand in so jungen Jahren an die Möglichkeit einer Krebserkrankung denkt.

Bei einem unklaren tastbaren Befund sollte zunächst eine Ultraschalluntersuchung bei einem dafür qualifizierten Arzt erfolgen. Eine Mammographie könnte zwar in der Schwangerschaft durchgeführt werden (sehr geringe Strahlenbelastung für das Kind – übrigens ist selbst eine Röntgen-Lungenuntersuchung unbedenklich), ist aber in ihrer Aussage eingeschränkt.
Besteht aber weiterhin der Verdacht auf einen Brustkrebs, sollte eine Stanzbiopsie (Entnahme von Gewebe mit einer Nadel) durchgeführt werden.

Ansonsten werden Mammacarcinome erst zu einem viel späteren Zeitpunkt, meist erst nach dem Abstillen diagnostiziert. Sie sind dann weiter fortgeschritten und sind möglicherweise bereits auf die Lymphknoten übergegangen, was die Therapie verkompliziert und erschwert. Aber obwohl der Brustkrebs erst später entdeckt wird, liegt die 5-Jahres Überlebensrate bei 82 %, genauso hoch, wie bei den Nicht-Schwangeren.
 

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