Wie kann das feto-fetale-Transfusionssyndrom (FFTS) frühzeitig entdeckt werden?

In der 11.-14. Schwangerschaftswoche sollte zunächst einmal die Diagnose gestellt werden, dass es sich um eineiige Zwillinge handelt; d. h. die Eihautverhältnisse müssen bestimmt werden. Dieses verlangen mittlerweile sogar die Mutterschaftsrichtlinien und es muss im Mutterpass vermerkt werden.

Auch kann zu dieser Zeit möglicherweise schon ein Größenunterschied nachgewiesen werden (der ist allerdings nicht beweisend für ein FFTS) und manchmal durch die unterschiedliche Größe der Nackentransparenz (Flüssigkeitseinlagerung im Nacken) bereits der Verdacht auf ein FFTS gestellt werden.

Zudem sollte eine Doppleruntersuchung des Ductus venosus erfolgen (das ist ein Blutgefäßanteil der Nabelvene im kindlichen Körper über den das sauerstoffreiche Blut von der Plazenta zum kindlichen Herzen geführt wird).

In allen Fällen sollten aber mindestens in der 14. 16, 18. und 20. Schwangerschaftswoche und weiter bis zur 26. Schwangerschaftswoche in zweiwöchigen Abständen weitere Ultraschalluntersuchungen erfolgen. Dabei sollen Flüssigkeitseinlagerungen im Körper eines der Kinder ebenso ausgeschlossen werden, wie eine unterschiedliche Größenentwicklung und eine unterschiedliche Fruchtwassermenge.

Zusätzlich wird die Magen- und Blasenfüllung der Kinder beurteilt sowie die Funktion der rechten Herzklappe (Ausschluss einer Tricuspidalinsuffizienz). Zusätzlich wird mittels einer Doppleruntersuchung die Blutflussgeschwindigkeit in einem Hirngefäß und dem Ductus venosus, einem Teil der zum Herzen führenden Nabelvene, bestimmt.

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