Wie ist der Ablauf eines Kaiserschnittes?

  1. Zunächst werden Ihre Personalien von einer Krankenschwester oder einer Dame aus der Verwaltung aufgenommen, es folgt  Gespräch mit dem aufnehmenden Arzt statt,
  2. Evtl. gibt es auch ein Aufklärungsgespräch mit dem Narkosearzt.
  3. Nachem Sie ein Klinikhemd angezogen haben,  werden Sie im Schamhaarbereich rasiert (im Bereich der zukünftigen Schnittstelle), Sie müssen Brille, Kontaktlinsenen, den Schmuck und die Uhr ablegen, sowie den Nagellack entfernen.
  4. Sie müssen Kompressionsstrümpfe anziehen, um einer Thrombose vorzubeugen.
  5. Viele Kliniken machen einen Einlauf, schon, damit der Darm nach dem Schnitt besser wieder in Gang kommt.
  6. Wie bei jeder anderen Operation wird ein Katheter gelegt.
  7. Dann werden Sie auf einer Fahrlafette in den Kreisssaal-Operationssaal gefahren. Der Saal ist meist etwas kühl und ist mit vielen medizinischen Geräten zu Ihrer Sicherheit bestückt. Sie werden rücklings auf den Operationstisch gelegt, u.U. etwas auf die linke Seite gekippt, um das Vena-Cava-Syndrom zu vermeiden, das mit einem Kreißlaufkollaps einhergehen kann. Ihre Beine werden an Stützen angeschnallt  und die Arme fixiert. und, Sie werden dann mit meist grünen, sterilen Tüchern abgedeckt, nachdem Sie eine Infusion gelegt bekommen haben, um im Notfall schnell eingreifen zu können und Ihnen Medikamente schnell zuführen zu können; zudem wird eine Blutdruckmanschette an den Arm gelegt. Ihre Arme werden am Operationstisch fixiert und meist wird das Operationsgebiet mit grünen Tüchern abgehängt, so dass es für Sie nicht sichtbar ist; man weiß nämlich nie, wie Sie auf das für Sie ungewohnte Operationserlebnis – das ist ja manchmal etwas blutig- reagieren.
  8. Dann wird die Peridural-Anästhesie ("Kreuzstich") gesetzt. Nach einer Desinfektion verspüren Sie einen leichten Einstich im unteren Bereich der Wirbelsäule und bemerken evt. dass Ihre Beine langsam taub werden..
  9. Dann wird ein Querschnitt im Unterbauch (sog. Bikinischnitt) gelegt, von dem sie hoffentlich schon nichts mehr merken. Es wird die Gebärmutter eröffnet, und die Fruchtblase gesprengt, das Kind "entwickelt", wie es medizinisch heißt und Ihnen anschließend in den Arm gelegt. Kurze Zeit danch wird der Mutterkuchen aus der Gebärmutter entfernt, möglicherweise muss eine Ausschabung erfolgen, damit keine nachfolgenden Blutungen und Infektionen erfolgen.
  10. Im Anschluß daran wird die Wunde in 1-3 Schichten vernäht, und Sie werden aus dem Kreißsaal in das Aufwachzimmer geschoben.
  11. Erst, wenn Sie wieder bei Kräften sind und die Anäethesie aus dem Unterleib und Ihren Beinen abgezogen ist, können Sie sich wieder freier bewegen.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.