Wie geht man sinnvoll mit der Störung des Bettnässens um?

Zur Beruhigung der Eltern zeigt die Erfahrung, dass das Bettnässen ein Problem ist, das beinahe immer nach einer gewissen Zeit ganz von allein verschwindet. Oft können die Eltern oder auch das Kind leider nicht die nötige Geduld aufbringen, um das Ende der Störung abzuwarten. Alltagszwänge verhindern die dafür notwendige Gelassenheit und die Forderung, das Kind müsse "sauber sein", um seinen Pflichten zu genügen, führt zu Stress und Anspannung.

Wie schon unter "Wie kommt es zum Bettnässen" erklärt, ist eine medizinische Abklärung bei primärer Enuresis der erste Schritt zur Problemlösung und Entlastung von Eltern und Kind. Falls organische Ursachen nicht gefunden werden können, sollten die Eltern Maßnahmen ergreifen, die das Kind seelisch unterstützen. Bitten, Strafen und Schimpfen sollten unterlassen werden, da das Kind in seiner Hilflosigkeit bockig oder verängstigt reagieren kann und sich minderwertig fühlt. Aus Erfahrung ist bekannt, das es nichts hilft, dem Kind abends nichts mehr zu trinken zu geben, oder es nachts aufzuwecken und auf die Toilette zu setzen. Das Kind muss es ja selber spüren, wann und wie das Signal zur Blasenentleerung erfolgt, um dann die Toilette aufzusuchen.

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