Wie geht man am besten mit „Schrei“-Kindern um?

Fragen Sie zunächst Ihren Kinderarzt. Schildern Sie, wann das Kind am meisten schreit, in welcher Lage des Kindes, in welchen Situationen, zu welchen Zeiten usw. Erst, wenn er keine Erklärung für das andauernde Schreien hat, wenden Sie sich an sog. Schreiambulanzen.Diese gibt es mittlerweile in ganz Deutschland. Diese empfehlen, den Säuglingen von Anfang an die Möglichkeit zu einer eigenständigen Regulierung des Schlafbedürfnisses zu lassen. 

Bei Schreikindern findet man häufig langdauernde und schwierige Geburtsverläufe, häufig auch fixierte Lagen in der Gebärmutter über längere Zeit, z.B. bei zu wenig Fruchtwasser. Die Kinder suchen den engen Eltern-Kontakt und wollen am liebsten senkrecht getragen werden, weil sie dann den Kopf nicht selber halten müssen.

Oft fällt ein Kopf-Schiefstand auf, was auch als Kiss-Syndrom bezeichnet wird (Kopf-induzierte-Symmetrie-Störung). Dieses Krankheitsbild ist unter Ärzten umstritten, dennoch gibt es Spezialisten, die durch minimale Manipulationen an der Halswirbelsäule für eine Besserung sorgen können (z.B. Dr. Koch, einer der Experten von mothers-talk). Auch eine Physiotherapie kann hilfreich sein.

 

 

Die jungen Kinder sollten möglichst nicht an Hilfsmittel und Situationen gewöhnt werden, die sie nicht selbständig einsetzen könne. Einen verlorenen Schnuller können junge Säuglinge beispielsweise nicht eigenständig im Bett wiederfinden und der Säugling schreit nach den Eltern um Hilfe. Viele Säuglinge nach dem sechsten Monat, Kleinkinder und Kinder leiden an Schlafstörungen, die ihre Eltern sehr beunruhigen. 

Nach neueren Untersuchungen klagen bis zu 50 % der Eltern über das Nicht-zu-Bett-gehen-Wollen ihrer Kinder, bis zu 50 % über Durchschlafstörungen und bis zu 33 % über Einschlafstörungen.

Durch konsequentes Verhalten der Eltern lassen sich diese lästigen Erscheinungen meist bewältigen. Hier müssen beide Elternteile ein gut abgesprochenes Konzept haben.

 

Schlafstörungen mit lang anhaltendem Schreien kann den Zusammenhalt der Familie zerstören bzw. kann in bestimmten Situationen auch zur Gewaltanwendung an den Kindern führen (Schütteltrauma). 

 

 

 
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