Wie entsteht das Ultraschallbild?

Schallwellen können Gewebe durchdringen, allerdings nur, wenn der Schallkopf in unmittelbarer Nähe ist, und sich zwischen Schallkopf und Gewebe ein Kopplungsmedium (z.B. das Ultraschall-Gel) befindet.

Die ausgesendeten Schallwellen werden je nach Dichte des Gewebes stärker oder schwächer gedämpft. Am schwächsten ist die Dämpfung in Flüssigkeit; auf dem Schallbild erscheint diese schwarz, als Zeichen dafür, dass hier kein Schall reflektiert wird.

Knochen hingegen werden weiß dargestellt, hier ist die Dämpfung bzw. die Reflektion der Schallwellen am stärksten. Die zurückgeworfenen Schallwellen werden vom Schallkopf, dem sog. Applikator, aufgefangen und auf dem Bildschirm in Bilder verwandelt.

 

Bei der normalen Ultraschalluntersuchung werden Strukturen nicht so dargestellt, wie wir sie sehen, also räumlich, sondern es werden zweidimensionale dünne Schnittbilder erzeugt – so als würden Sie in der Küche Kartoffeln aufschneiden, um Bratkartoffeln zu machen. In der Bratpfanne sehen Sie dann auf die Schnittfläche. 

Genauso sehen Sie auch die Bilder im Ultraschall, als dünne Schnittbilder durch das ganze Kind oder das einzelne Organ. Dies wird als Ultraschall im B-Mode-Verfahren bezeichnet (engl.: brightness modulation). 

 

Um ein bewegtes Bild darzustellen, muss der erzeugte Ultraschallstrahl hin und her geschwenkt werden (z.B. von links nach rechts und zurück), wobei unzählige gebündelte Schallwellen ausgesendet aber auch wieder empfangen werden müssen.

Das ist technisch schon aufwändig. Wie viel mehr Aufwand ist nötig, um ein 3D- Bild, also ein dreidimensionales Bild zu erzeugen – oder gar ein bewegtes 4-D-Bild? Hierbei wird die gesamte Schnittfläche in sehr kurzen Zeitabständen z.B. von oben nach unten und zurück geschwenkt und man kann z.B. das Gesicht erkennen, fast wie auf einer Fotographie.

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