Welchen Vorteil bietet die frühe Ultraschalluntersuchung zur Bestimmung des Geburtstermins?

Je früher die Schwangerschaftswoche mittels Ultraschall bestimmt wird, umso genauer ist die Aussage.

Als besonders aussagefähig hat sich die 12. – 14. Schwangerschaftswoche ergeben. Hierbei ergibt sich eine Messgenauigkeit von plus/minus 3 Tagen. Das bedeutet, dass der eigentliche, durch Ultraschall festgelegte, Geburtstermin des Kindes nur eine geringe Schwankungsbreite aufweist und die Geburt in der dadurch errechneten Woche des Jahres stattfinden müsste, wenn keine anderen Schwangerschafts- und Geburtskomplikationen diesen Termin beeinflussen.

Eine Ultraschalluntersuchung in der 20. Schwangerschaftswoche hat nur noch eine Messgenauigkeit von plus/minus 1 Woche, eine Ultraschalluntersuchung in der 34. Schwangerschaftswoche ergibt eine Genauigkeit von 3-4 Wochen.

Die Messgenauigkeit der Ultraschalluntersuchung kann auch an folgenden Zahlen abgelesen werden:

In Ländern ohne generelles Ultraschallscreening wird die Terminüberschreitung mit 33-36 % aller Schwangerschaften, die Übertragung mit einer Häufigkeit von bis zu 4-14% angegeben.                                                                                                                             In Deutschland lag sie 2007 nur bei 1,08 %! Eine Terminüberschreitung fand sich in 10,5%. (aus Leitlinien der DGGG, Frauenarzt 51 (2010) Nr3); DGGG – Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe.

 



 

 

 

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