Welche weiteren schwangerschaftsbedingten Knochen- und Gelenkschmerzen gibt es?

Durch die schwangerschaftsbedingte Kippung des Beckens nach vorne kommt es zu einem Impingement der Hüftgelenke. Als Impingement wird, vereinfacht ausgedrückt, eine Funktionseinschränkung der Gelenkbeweglichkeit bezeichnet. Bauch- und Rückenmuskeln sind nicht in der Lage, das Becken aufrecht zu halten, so dass durch die Kippung des Beckens nach vorne es im Bereich des Hüftgelenkes zu einer solchen schmerzhaften Bewegungseinschränkung kommen kann. Häufig wird dann auch über Leistenschmerzen geklagt.

Auch hier schafft, wie bei den Kreuzbein- und Symphysenschmerzen, die Physiotherapie (Krankengymnastik) Abhilfe oder zumindest Linderung. Zusätzlich kann eine Überlastung der Muskulatur durch das stärker werdende Übergewicht im Hüftknochenbereich auftreten und dort zu Schmerzen bsd. an der Außenseite der Oberschenkel führen. Eine medikamentöse Therapie ähnelt der bei Kreuzbein- und Symphysenschmerzen beschriebenen.

Alle anderen degenerativen Erkrankungen (z.B. Osteoporose, die bei Mehrgebärenden ebenso auftreten kann wie bei Frauen die besonders lange stillen) können sich durch das Übergewicht in der Schwangerschaft verstärken. Hier muss mit entsprechendem Muskelaufbau, Funktionstraining, lokalen entzündungshemmenden Maßnahmen (Eis) sowie ggf. mit systemischer Maßnahmen (mittels Tabletten) oder mit zusätzlichen Lokalinfiltrationen (örtlich gesetzte Spritzen) behandelt werden.

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