Welche Ursachen können zum intrauterinen Fruchttod (IUFT) führen?

Kindliche Ursachen:

  • In erster Linie trifft es Kinder mit Chromosomenstörungen, z.B. Trisomie 13 oder 18, bei denen praktisch kaum eine Lebensfähigkeit besteht kann das zum IUFT ebenso führen, wie auch schwerwiegende Fehlbildungen von z.B. Herz und Gehirn.                                                                                                                                                                     
  • Weitere Ursachen können z.B. das vorzeitige Ablösen der Plazenta, ein Nabelschnurvorfall, seltener eine Nabelschnurumschlingung.
  • Auch eine Plazentainsuffizienz (Mangelversorgung der Plazenta) z.B. im Rahmen einer Präeklampsie (typische Schwangerschaftserkrankung mit Bluthochdruck, Eiweiß im Urin und Wasser in den Beinen), die eine mangelhafte Sauerstoffversorgung nach sich zieht, kann zu einem intrauterinen Fruchttod führen. Die Mangelversorgung ist meist erkennbar an einer zu kleinen, verkalkten Plazenta und an einem für die Schwangerschaftswoche zu kleinen Kind, wobei insbesondere der Brustkorb deutlich zurückgeblieben ist.
  • Auch genetisch, z.B. chromosomal bedingte oder durch Gen-Veränderungen hervorgerufene Syndrome (Krankheitsbilder) des Kindes können zum IUFT führen.

Mütterliche Ursachen:

  • Insbesondere auch Infektionserkrankungen der Mutter, wie Toxoplasmose, Listeriose und Zytomegalie, können das ungeborenen Kind gefährden.
  • Schlecht eingestellter, mütterlicher Diabetes kann ebenso eine Ursache sein wie eine bestehende Präeklampsie (s.o.), die sich zu einer Eklampsie (Schwangerschaftskrämpfe) entwickelt sowie das plötzlich auftretende sog. Hellp-Syndrom, das mit schweren Leberschmerzen beginnen kann.

Besonders schmerzhaft ist für die Eltern, wenn es keine Erklärung für den Tod des Kindes gibt.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.