Welche Therapie sollte bei Durchfall angewendet werden?

An erster Stelle steht der Ersatz von Flüssigkeit und Elektrolyten ca. 3 Liter pro Tag:
Am besten eignen sich dazu Elektrolytlösungen aus der Apotheke, z.B. Elotrans®, bei Bedarf kann man sich lt. WHO (Weltgesundheitsorganisation) eine solche Lösung aber selber mit abgekochtem Trinkwasser erstellen.
Vorgeschlagen wurde folgende Mischung pro Liter:
Kochsalz 2,6 g, Zucker 13,5g, Natriumcitrat 2,9g und Kaliumchlorid 1,5 g.

Aber auch ohne Waage und die beiden letzten Bestandteile ist eine solche Elektrolytlösung herzustellen, weil sie u.U. lebensrettend sein kann:
Man nehme 1 Liter abgekochten und abgekühltes Trinkwasser oder Mineralwasser mit herausgeschlagener Kohlensäure und füge hinzu:
• ¼ Teelöffel Salz ( Natriumchlorid zur Bindung von Wasser)
• 2 Esslöffel Zucker oder Honig (wodurch die Wasseraufnahme erleichtert wird)
• ¼ Teelöffel Backpulver (statt Natriumcitrat)
• ½ Tasse Orangensaft oder 1-2 zermuste Bananen als Kaliumersatz
(lt Wikipedia ist das keine offizielle Angabe der WHO).

Eine Behandlung mit Antibiotika ist bei milderen Formen der Diarrhoe nicht erforderlich, kann aber bei hoch fieberhaften Infekten notwendig sein.

Aufgrund langjähriger Erfahrung kann die Gabe von Loperamid (Imodium®) auch Schwangeren empfohlen werden, da es überwiegend im Darm wirkt und kaum in den Organismus aufgenommen wird. Zudem hemmt es die Darmperistaltik (Beweglichkeit), so dass der Darm mehr Zeit hat, Nahrungsmittel und Flüssigkeit aufzunehmen.
Loperamid soll aber nicht bei hoch-fieberhaften Verläufen mit blutigem Durchfall verwendet werden, da dann die Toxine (Giftstoffe) nicht schnell genug aus dem Körper eliminiert werden.                                                                                                             Auch bei Kleinkindern unter 2 Jahre sollte kein Loperamid verwendet werden.

 

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