Welche Symptome (Krankheitserscheinungen) treten bei der Listeriose auf?

Die Mehrzahl der Infektionen verläuft unbemerkt, es können aber auch grippeähnliche Erkrankungen auftreten, die ggf. mit Konjunktivitis (Augen-Bindehautentzündung), Durchfällen und Blutvergiftungen einhergehen.

Die Häufigkeit einer Infektion in der Schwangerschaft wird mit 1 % (ein Fall auf 1000 Schwangere) angegeben.                                                                           Bei Schwangeren kann es zu einem zweiphasigen Verlauf kommen: zunächst treten Fieber, Schüttelfrost, Lymphknotenschwellungen am Nacken, Kreuzschmerzen, Durchfall und Harnweginfekte auf.                                         Nach Abklingen des Fiebers kann es nach bis zu 14 Tagen erneut zum Fieberanstieg kommen. Die Ursache ist dann häufig ein sog. Amnioninfektionssyndrom mit der Gefahr der fieberhaften Fehl- oder auch Totgeburt.
Bei der Infektion von Neugeborenen kann es sich meist um eine vorgeburtlich, intrauterin (pränatal) erworbene Infektion handeln. Seltener findet eine Übertragung unter der Geburt (perinatal) oder Infektion nach der Geburt (neonatal) statt.
Bei der neonatalen Listeriose kann es zur Trink- und Atemschwäche, zu Erbrechen und Krämpfen kommen. Hohes Fieber, Vergrößerung von Leber und Milz können auf eine Sepsis mit hoher Sterblichkeit hinweisen.
Die Neugeborenen-Listeriose ist meldepflichtig.
 

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