Welche Symptome können bei einer Toxoplasmose auftreten?

Bei etwa 50 % der infizierten Menschen verläuft die Erstinfektion mit grippalen Symptomen wie Fieber, Abgeschlagenheit und Muskelschmerzen.
Teilweise kommt es zu Lymphknotenschwellungen besonders im Halsbereich. Als Komplikationen können Leberentzündung, Herzmuskelentzündung, Ader- und Netzhautentzündung (Chorio-Retinitis).
Im allgemeinen ist die Toxoplasmose, so sie nachgeburtlich auftritt, eine eher harmlose Infektion. Ihre Bedeutung liegt in der Gefahr der vorgeburtlichen (konnatalen) Infektion.

Wenn sich eine Schwangere infiziert, gehen die Parasiten in ca. 50 % über die Plazenta auf die Frucht über. Bei einer Infektion im ersten Drittel der Schwangerschaft ist die Gefahr für das ungeborene Kind geringer, da die Toxoplasmen in dieser Zeit Schwierigkeiten haben, die Plazenta zu durchdringen und so die mütterliche Abwehr erfolgreicher ist. Vor der 16. SSW können sie das praktisch nicht.
Dennoch ist die Gefahr kindlicher Schädigungen bei einer Infektion vor der 20. SSW größer als bei einer Infektion gegen Ende des 2. oder 3. Schwangerschaftsdrittels (nach: Enders,G., 2009, Infektionen und Impfungen in der Schwangerschaft, Urban&Schwarzenberg Verlag).
Es kann dann zu einer konnatalen (angeborenen) Infektion des Feten mit Beteiligung von Leber, Herz, Lunge und Gehirn kommen. Eine generalisierte Erkrankung (sie betrifft alle Organsysteme) ist selten, es können aber Schäden an Augen (Chorioretinitis)und am Gehirn (Encephalitis) auftreten.
Am häufigsten fallen infizierte Kinder durch wesentlich später auftretende Symptome auf, die auf eine vorgeburtliche Encephalitis zurückzuführen sind (Intelligenzdefekte und Epilepsie-ähnliche Anfälle).
 

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