Welche Symptome bei Kopfschmerzen sollten auch in der Schwangerschaft besonders beachtet werden?

Bei der folgenden Aufstellung sind nicht die „banalen“ Kopfschmerzen gemeint, die schon nach 2-4 Tabletten Paracetamol verschwinden. Diese treten meist auf bei Stress, Übermüdung und Verspannungen auf, sondern es geht um sog. sekundäre Kopfschmerzen:

1. diffuser Kopfschmerz, der über Tage besteht, muss bei Ihrem Arzt abgeklärt werden, es könnte sich um ein Geschehen im Schädelinneren mit steigendem Hirndruck handeln. Diese Kopfschmerzen werden auch als Spannungskopfschmerz bezeichnet. Für eine Form dieses Kopfschmerzes steht die sog. Sinusvenenthrombose (Hirnvenenthromose). Als Folgen können neben den Kopfschmerzen auch Bewußtseinsverluste, Fieber, Nackensteifigkeit und Hirndrucksteigerungen, gelegentlich mit epileptischen Anfällen verbunden, auftreten. Als klassische Risikofaktoren gelten die späteren Schwangerschaftswochen und das Wochenbett, da in der Schwangerschaft allgemein die Thrombosebereitschaft erhöht ist.                                                         

2. Periodisch auftretender Kopfschmerz kann auf einen erhöhten Blutdruck hinweisen (lassen Sie ihn in der Apotheke messen, wenn Ihnen kein eigenes Gerät zur Verfügung steht).
Ein erhöhter Blutdruck kann bei längerem Schwangerschaftserbrechen ebenso auftreten wie in der kritischen Phase einer Präeklampsie.

3. Ein Kopfschmerz, der immer an der gleichen Stelle auftritt, ist ein starkes Warnsymptom und bedarf unverzüglich einer stationären (Krankenhaus) Untersuchung und Behandlung.

4. Halbseitige oder im Hinterkopf auftretende Schmerzen werden als Migräne bezeichnet. Mit dieser Diagnose sollte man aber zurückhaltend sein, besonders, wenn ein Kopfschmerz extrem schnell auftritt und wenn sich Übelkeit und Erbrechen anschließen.

Am häufigsten sind allerdings die banalen Kopfschmerzen, die häufig auch psychosomatischen Ursprungs sind.
 

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