Welche Risikofaktoren können eine Frühgeburt fördern?

Eine Fülle von Ursachen sind bislang dafür verantwortlich gemacht worden; an erster Stelle stehen wahrscheinlich vaginale Infektionen.

Weitere Ursachen können sein:

  1. Risiken, die sich aus der Anamnese (Vorgeschichte) der Patientin ergeben, wie häufigere Fehlgeburten, bereits vorangehende Früh- und Totgeburten und eine Konisation. (Operation am Muttermund zur Beseitigung einer Krebsvorstufe).
  2. Risiken, die sich in der momentanen Schwangerschaft ergeben haben: insbesondere vaginale Infektionen, Harnwegsinfektionen, Vorliegen der Plazenta vor dem Muttermund (Placenta praevia), Mangelversorgung des Kindes durch eine Plazentainsuffizienz, eine vermehrte Fruchtwassermenge (Hydramnion), eine Cervixinsuffizienz (mangelhafte Verschlussfunktion des Muttermundes)  sowie Lageanomalien und Fehlbildungen.
  3. Mehrlingsschwangerschaften. Drillingsschwangerschaften gehen mit einem deutlich höheren Risiko für eine Frühgeburt einher als Zwillingsgeburten. Bei Zwillingen muss unterschieden werden, ob es sich um zweieiige oder eineiige Zwillinge handelt. Eineiige habe wiederum ein höheres Risiko für eine Frühgeburt als zweieiige Gemini (Zwillinge).
  4. Soziale Faktoren wie Familienstand (ledig, getrennt lebend), Beruf, Rauchen, Alkohol- und Drogenkonsum, übermäßiger Stress sowie Schwangerschaften sehr junger und bzw. älterer Mütter (unter 18 und über 35 Jahren).
  5. Weitere Krankheiten der Mutter die zu vorzeitigen Wehen und zur Frühgeburtlichkeit führen können sind: spät auftretende Präeklampsie (auch Gestose oder Schwangerschaftsvergiftung genannt), Diabetes mellitus, Schilddrüsenfunktionsstörungen, bestimmte Blutgerinnungsstörungen (Antiphospholipid-Syndrom, Faktor-V-Leiden-Mutation), Virusinfekte, starkes Über- oder Untergewicht, ausgeprägte Zahnfleischentzündungen,
  6. Uterusfehlbildungen sowie große Myome.                                                                                                                                                                                        Aus dieser Aufstellung geht hervor, dass man sich gegen eine Reihe von Risikofaktoren nicht wappnen und sie nicht verändern kann, einige dagegen sind mit konsequenter Behandlung zu vermeiden.
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