Welche Risiken ergeben sich bei der Gabe von Anti-D-Gammaglobulin?

Seit über 30 Jahren wird dieses Mittel zur Rhesus-Prophylaxe verwendet. Nur in seltenen Fällen treten Allergien gegen die Inhaltsstoffe auf. Es ist also Vorsicht geboten bei entsprechenden Überempfindlichkeiten. 

Das Blutplasma wird aus dem Blut gesunder Spender gewonnen. Einer der Hersteller (Behring) schreibt: „Trotzdem enthält das Herstellungsverfahren Schritte, die möglicherweise doch im Blutplasma enthaltene Krankheitskeime inaktivieren und entfernen. Dabei wird insbesondere auf AIDS-Viren (HIV) und Viren geachtet, die Lebererkrankungen hervorrufen (Hepatitis B und C) können, aber:

Weltweit ist bis heute kein Fall einer Übertragung von HIV nach Gabe von Anti-D-Immunglobulin bekannt geworden“.

Und das Bundesgesundheitsministerium ergänzt, dass bei der Behandlung mit Immunglobulinen, zu denen auch das Gammaglobulin zählt, kein HIV-Risiko besteht. Für in Deutschland verwendete Anti-D-Präparate,  gibt es auch für andere Infektionen keinen Nachweis einer Übertragung.  

 Anti-D-haltiges Serum wird von Frauen und Männern gewonnen, die gegen den Blutgruppenbestandteil „D“ sensibilisiert worden sind. Die Gewinnung dieses Serums könnte sich in den nächsten Jahren deutlich verschlechtern, da durch die zunehmende Verwendung der Rhesus-Prophylaxe Sensibilisierungen nach Schwangerschaften und fehlerhaften Bluttransfusionen (was in Notfällen immer möglich ist) seltener geworden sind. 

 

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