Welche mütterlichen Risiken bestehen bei Zwillings- Mehrlings-Schwangerschaften?

Zunächst einmal gibt es bei Mehrlingsschwangerschaften eine stärkere Ausprägung der physiologischen Anpassungsvorgänge (z.B. die Größenzunahme der Gebärmutter und die erhebliche Steigerung der zirkulierenden Blutmenge, um ca. 30 % bei einer Einlingsschwangerschaft, und um fast 60 % bei Mehrlingsschwangerschaften).

Dann ergeben sich deutliche schwangerschaftsbedingte Komplikationen:

  • Anämie – die in jeder Schwangerschaft entstehende Blutarmut ist bei Zwillingsschwangerschaften stärker ausgeprägt. Deshalb kommt es zu einem erhöhten Bedarf an Eisen und Folsäure.
  • Nierenstauung – durch das Größenwachstum der Gebärmutter wird der Abfluß der Nieren über den Harnleiter erschwert und es kommt zum Aufstau.
  • Präeklampsie –  Das Auftreten dieser Erkrankung mit den Symptomen: Bluthochdruck, Wasser in den Beinen und Eiweiß im Urin tritt bei Zwillingsschwangerschaften häufiger auf als bei Schwangerschaften mit Einlingen (s. in mothers-talk: Erkrankungen in der Schwangerschaft).
  • Gestationsdiabetes – dieser typischerweise in der Schwangerschaft auftretende Diabetes kommt ebenfalls bei Frauen, die eine Mehrlingsgeburt erwarten, häufiger auf.

Schon aus mütterlichen Gründen ist also eine sorgfältige 14-tägige Schwangerschafts-Vorsorgeuntersuchung dringend erforderlich, aus kindlicher (s. nächste Frage/Antwort) um so mehr.

 

 

 

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