Welche Methoden werden angewendet, um das Kind in die richtige Lage zu bringen?

Fünf Methoden dazu sollen nachstehend erläutert werden:

Am bekanntesten, aber nicht ganz einfach anzuwenden, ist die „indische Brücke“. Das ist eine Becken-Hochlage, mit der ab der 32. Schwangerschaftswoche begonnen werden kann. Sie legen sich dazu mit dem Rücken und mit ausgestreckten Beinen auf eine Gymnastikmatte, auf eine Decke oder etwas ähnliches. Dann schieben Sie ein oder zwei Kissen unter das Becken, damit es deutlich höher liegt als der Brustkorb. Auf diese Weise wird eine starke Hohlkreuzlage erreicht, die für das Kind unbequem ist und die es dazu veranlassen soll, sich zu drehen. Diese Übung sollten Sie ein- bis zweimal am Tage ausführen. Das Ganze aber stets nur so lange, wie Sie sich dabei wohlfühlen. Treten Kreislauf-Beschwerden wie Schwindel und Übelkeit auf, oder bildet sich im Mund vermehrt Wasser, dann sollten Sie unverzüglich die Hohlkreuzlage verlassen und sich zur Seite drehen, am besten auf die linke Seite.

Die Taschenlampen-Methode nutzt erfahrungsgemäß das Phänomen, dass einige Babys durch den Einfluss des Lichtes der Taschenlampe den Drang verspüren, ihre Lage zu verändern. Dazu müssen Sie jedoch einschätzen können, wohin der Blick des Kindes im Mutterleib gerichtet ist. Wenn Sie das in etwa abschätzen können, dann setzen Sie eine starke Taschenlampe in Blickrichtung des Kindes auf den oberen Bereich des Bauches und führen sie langsam nach unten – in der Erwartung, dass das Kind dann quasi einen Purzelbaum nach vorne macht und so in die gewünschte Lage kommt.

Eine weitere Methode ist die Moxibustion, auch kurz Moxen genannt, die Sie auch von der Hebamme ausführen lassen können. Diese Methode ist aus der chinesischen Medizin abgeleitet, und es werden dabei bestimmte Punkte, zum Beispiel an der kleinen Zehe der Mutter, mit abgebrannten Beifußröllchen erwärmt. Damit soll ein ganz bestimmter Meridian stimuliert werden, der Einfluss auf die Beckenmuskulatur der Mutter hat, was wiederum dem Baby dabei helfen soll, seine Lage zu verändern. Insgesamt ist das eine aufwendige, etwa 20 Minuten dauernde Prozedur, die hintereinander an sieben bis zehn Tagen gemacht werden sollte, am besten in einer Becken-Hochlagerung oder in Knie-Ellenbogenlage. (Das Wort Moxibustion setzt sich zusammen aus dem japanischen Wort mogusa (Beifuß) und dem lateinischen combustus (verbrannt).

Die besten Erfolge bei dem Bemühen um eine Lage-Veränderung sollen mit der Akupunktur, einer weiteren Methode aus der chinesischen Medizin, erreicht werden. Dabei werden dieselben Punkte, die bei der Moxibustion erwärmt werden, nunmehr mit Nadeln stimuliert.

Dagegen können homöopathische Verfahren vermutlich nur die Beweglichkeit des Kindes verstärken. Eine Methode, die das direkte Drehen des Kindes bewirkt, ist indessen nicht bekannt.

Sofern das Baby in der 36. Schwangerschaftswoche sich noch nicht von selbst mit dem Kopf nach unten gedreht hat, kann dies auch von außen, also mit einer äußeren Wendung versucht werden. Lesen Sie dazu auch die nächste Frage und Antwort.

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