Welche Medikamente helfen gegen eine Erkältung?

  •  Allzu häufig werden bei Erkältungen, bei Halsschmerzen und Husten Antibiotika verschrieben.

80 % der Erkältungen sind viraler Natur, also durch Viren ausgelöst, gegen die Antibiotika überhaupt nicht helfen. Aber 80% der gegen eine Erkältung verschriebenen Mittel sind Antibiotika. Es hat den Anschein, dass Antibiotika viel zu schnell verschrieben oder auch von Eltern gefordert werden. Vorsicht, das böse Ende kommt noch!

Immer häufiger sind Antibiotika beim Einsatz gegen schwere Infektionen nicht mehr wirksam, weil die Bakterien eine Resistenz (Abwehr/Widerstand) dagegen entwickelt haben. Sie haben in den Zeitungen von den sog. MRSA-Infektionen gelesen, die in Kliniken auftreten und nur extrem schwer zu behandeln sind. Jeden von uns könnte das treffen. Allso Vorsicht, fragen Sie immer sich und auch Ihren Arzt/Ihre Ärztin, ob ein Antibiotikum unbedingt erforderlich ist (s. auch nächste Frage mit dem "Bündnis für die gezielte Antibiotika Therapie".

  • Fiebernde Kinder (über 38,5°C) sollten ausreichend mit Flüssigkeit versorgt werden.an erster Stelle steht die Versorgung mit verdünntem Fenchel- oder Kräutertee. Um einen Hitzestau zu vermeiden, sollte leichte Nachtwäsche und eine leichte Zudecke benutzt werden und für frische, feuchte Zimmerluft gesorgt sein. Das Stosslüften (3-4 x am Tag jeweils für 5 Minuten das Fenster öffnen, Heizung solange ausstellen und das Kind gut zudecken) und ggf. feuchte Handtücher auf die warmen Heizkörper gelegt, sorgen für gute Raumluft.

    Sollte die Körpertemperatur zu sehr ansteigen, über 39,5 °C, können  handwarme Leibwickel bei Kleinkindern hilfreich sein, die etwas kühlen und zugleich den Überschuss an Wärme abtransportieren. Sollte das Fieber nicht sinken, wird der Arzt/Ärztin Zäpfchen verschreiben, z.B. Ibuprofen oder Naproxen. Auf keinen Fall darf das Trinken nicht vergessen werden!

    Selbstverständlich muss das Fieber medikamentös gesenkt werden, wenn es mit Bewusstseinsstörungen, Mattigkeit, auch verbunden mit Durchfall und Erbrechen, Fieberkrämpfen und Luftnot einhergeht. Dann ist eine Behandlung im Krankenhaus notwendig, um eine sofortige intravenöse Flüssigkeits- und Antibiotikatherapie durchzuführen.

  • Nur gegen hohes Fieber (über 38,5 °C) und bei starken Schmerzen sollten fiebersenkende und schmerzstillende Medikamente wie Ibuprofen und Pracetamol, meist in Form eines Zäpfchens angewendet werden

 

 

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