Welche Krebserkrankungen kommen in der Schwangerschaft gehäuft vor?

Bei einem schwangerschaftsassoziierten Carcinom spricht man von einer Krebserkrankung, die in der Schwangerschaft selbst oder spätestens bis zu einem Jahr nach der Geburt auftritt.
Zahlenmässig an  erster Stelle stehen das Hodgkin-Lymphom (Lymphknotenkrebs) und das Zervixcarcinom (Krebs des Muttermundhalses) mit einer Häufigkeit von 1: 1000- 1:6000.
An dritter Stelle folgt das Mammacarcinom, der Brustkrebs, mit 1:3000 – 1:10.000, das sog. Schwangerschaftsassoziierte Mammacarcinom (PABC = Pregnancy associated breast cancer) gefolgt von dem Malignen Melanom, dem schwarzen Hautkrebs, mit 1:5000 Fällen, dem Ovarialcarcinom (Eierstockkrebs) mit einer deutlich geringeren Häufigkeit von 1:12.000 – 1:100.000 und der Leukämie mit 1:75.000 – 1:100.000 Fällen.

(1:1000 bedeutet in diesem Fall: eine Erkrankung auf 1000 Schwangere). (Die Zahlen entstammen der Arbeit von A. Strauss u.a., AP Gynäkologie 6,2010).
Während das Hodgkin-Lymphom und das Maligne Melanom unter „Krebs in der Schwangerschaft“ behandelt wird, wird das Zervixcarcinom (Portiocarcinom) in dem HPV-Kapitel abgehandelt (beides z.Zt. in Vorbereitung).
 

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