Welche Gefahr besteht für Säuglinge und Kleinkinder beim Keuchhusten?

Bei Neugeborenen in den ersten 3 Monate liegt die Empfänglichkeit bei nahezu 100 %, auch das Stillen bietet keinen Schutz. In dieser Zeit sind die Kinder besonders gefährdet, da ein Hustenanfall jederzeit zum Atemstillstand führen kann. Suchen Sie bitte das Krankenhaus auf. Zusätzlich leiden sie unter Schlafstörungen, Zyanose (geringer Sauerstoffgehalt des Blutes führt zur Blauverfärbung von Lippen und Gesicht) und Lungenentzündungen.


Auch ältere Kinder holen zwischen den Hustenstößen kaum Luft, bis sie gar keine Luft mehr haben. Nach einer „viel zu lang andauernden Zeit“ kommt es zu einer ziehend-juchzenden Einatmung, evt. mit leichtem Erbrechen. Nach zwei bis dreimaliger Wiederholung schlafen die Kinder daraufhin häufig ermattet ein. Vor dem Einschlafen sollte dem Kind flüssige Nahrung angeboten werden.

Jeglicher Aktionismus in Form von Klopfen oder Hochreißen des Kindes verschlimmert die Situation eher. Sie können kaum mehr tun, als beruhigend auf Ihr Kind einzuwirken.

Da hohes Fieber nicht zu diesem Krankheitsbild gehört (das liegt daran, dass die Pertussis-Bakterien nicht in die Blutbahn gelangen), sollte im Fall von Fieber (über 38,5°C) der Arzt hinzugezogen werden.


Bei Schwangeren können die Hustenanfälle durch einen hohen Druck im Bauchraum Wehen auslösen, eine weitere Gefahr für den Feten besteht nicht, da die Bakterien nicht in die Blutbahn gelangen, und die Bakterien-Toxine (Giftstoffe) sich auf den Infektionsort (Atemwege) beschränken.

 
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