Welche Bevölkerungsgruppen sind bei Masernausbrüchen besonders betroffen?

• Bei den letzten Masernausbrüchen hat sich gezeigt, dass besonders junge Säuglinge   sowie Erwachsene an Masern erkranken, weil sie keinen Immunschutz besitzen.           Junge Säuglinge, deren Mütter früher gegen Masern geimpft wurden, vermitteln ihrem   Baby nur eine Leihimmunität bis zum 4.-5. Lebensmonat.
• Junge Erwachsene haben weniger Chance, sich anzustecken, weil Masern durch           die 
Impfungen zurückgedrängt wurden und damit viele Personen erst im höheren           Lebensalter bei Ansteckung erkranken. Masern bei jungen Säuglingen und bei               Erwachsenen verlaufen schwerer und sind öfter mit Komplikationen (Hirnentzündung,   Lungenentzündung) verbunden.
• Daher rät die STIKO, Säuglinge bei Kontakt mit an Masern erkrankten Personen bei       besonderen Umständen schon mit 6-8 Monaten gegen Masern zu impfen, es müssen   danach allerdings im 2. Lebensjahr zwei weitere Impfungen MMRV                                 (Masern/Mumps/Röteln/Varicellen) durchgeführt werden.
• Säuglinge sollten schon mit 9 Monaten gegen mit MMRV geimpft werden, wenn sie in   eine Kinderkrippe kommen oder wenn sie Kontakt mit an Masern Erkrankten hatten.       Die 2. Impfung sollte dann zu Beginn des 2.Lebensjahres erfolgen.
• Alle nach 1970 geborene Erwachsene, die bisher noch keine oder nur eine einzige         Impfung erhalten haben bzw. noch keine Masern durchgemacht haben, sollten eine       einmalige Impfung (MMR) erhalten. Dies gilt auch für Personen, bei denen der               Impfstatus unklar ist. Im Zweifel also immer impfen! Frauen im gebärfähigen Alter           sollten allerdings 2x MMR geimpft werden, wenn noch Schutz gegen Röteln vorliegt.
• Bei den unter 18-Jährigen bleibt es bei zweimaliger MMRV-Impfung.
 

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