Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Windpocken?

Zunächst steht die Behandlung des stark juckenden Exanthems (der Bläschen und Pusteln) im Vordergrund. Hilfreich sind juckreizstillende Mittel (Cremes oder Lotionen). Sollten sich Bläschen und Krusten infiziert haben, wird zusätzlich eine antibiotikahaltige Salbe angewendet. Evt. können auch Tropfen den Juckreiz stillen.

Zur Fiebersenkung hilft das Ibuprophen. Aspirin sollte nicht verwendet werden, da es in Verbindung mit Windpocken zum sog. Reye-Syndrom kommen kann, einer scheren Allgemeinerkrankung.

Ob zur Behandlung der Windpocken Aciclovir® (bei Kindern Zovirax®Saft) besonders bei schweren Verläufen angewendet werden darf, muss Ihr Arzt entscheiden. Die Behandlung sollte dann kurz nach Ausbruch des Exanthems begonnen werden (max. 72 Stunden).

Für den Fall einer Infektion unmittelbar vor der Geburt sollte versucht werden, die Schwangerschaft um ein paar Tage mittels Wehenhemmung (Tokolyse) zu verlängern.

In Österreich wird zur Prophylaxe eine Windpocken-Impfung allen ungeimpften 9 – 17 Jährigen angeraten.
 

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