Welche Bedeutungen haben Durchfälle in der Schwangerschaft?

Akute Diarrhoen in der Schwangerschaft werden meist ausgelöst durch virale oder bakterielle Infektionen, oder durch Toxine, also z.B. Giftstoffe von Mikroorganismen wie Diphtherie-, Tetanustoxine, ferner Toxine von Staphylokokken (Eiterbildende Bakterien), Scharlachstreptokokken und Kolibakterien, um nur einige zu nennen.  

Diese Toxine werden Ektotoxine genannt, weil sie von den oben genannten Bakterien abgesondert werden. Endotoxine hingegen werden erst nach Auflösung der Bakterien frei (z.B. bei E.Coli – überwiegend Darmbakterien, die u.a. auch  die Reisediarrhoe auslösen).

Bei Schwangeren heilt die Diarrhoe meist durch ausreichend Flüssigkeitsersatz (viel trinken, ggf. ist eine Infusionsbehandlung erforderlich) und Ausgleich der verlorengegangenen Elektrolyte wie Natrium und Kalium innerhalb weniger Tage ab. Dann sind keine Auswirkungen auf das Ungeborene zu befürchten.

Erst, wenn der Durchfall länger als 2-3 Tage dauert und wenn Zusatzsymptome wie Fieber, starke Abgeschlagenheit, trockene Zunge und mangelhafte Urinausscheidung auftreten, sollte unbedingt ein Arzt hinzugezogen und ggf. eine Einweisung in eine Klinik veranlasst werden.

 

 

 

 

 

 

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