Welche Bedeutung hat der Reiseort für die Diagnostik einer Reiseerkrankung?

Die Kenntnis der besuchten Reiseregion kann schon einmal die Ursache der Erkrankungen eingrenzen. Dazu gibt es mittlerweile weltweite Erfassungssysteme für Erkrankungen von Reiserückkehrern, das GeoSentinel-Netzwerk (www.istm.org/geosentinel).
Danach finden sich bei Reise-Rückkehrern folgende Erkrankungen der Reihe nach:

• Magen-Darm-Erkrankungen (akute bakterielle Diarrhoe(Durchfall) und Durchfall, ausgelöst durch   Amöben oder durch Giardien (Geißeltierchen).
• Fieberhafte Erkrankungen wie Malaria und das Dengue-Fieber
• Hauterkrankungen
• Atemwegserkrankungen
• Sexuell übertragene Erkrankungen
• Erkrankungen, die durch Impfungen hätten vermieden werden können und
• HIV , das Virus, das AIDS auslösen kann.

Wichtig ist zudem, ob Sie sich nur kurzfristig oder über einen längeren Zeitraum an Ihrem Reiseziel aufgehalten haben.
Bei Kurzzeitreisen trifft man auf Krankheiten mit kurzer Inkubationszeit
(Dengue-Fieber).
Bei deutlich längeren Aufenthalten werden häufiger Erkrankungen mit einer längeren Inkubationszeit diagnostiziert, wie Wurmerkrankungen oder eine Tuberkulose.

Mittlerweile gilt, dass jedes unklare Fieber nach Tropenaufenthalt solange als Malaria anzusehen ist, bis diese Diagnose sicher ausgeschlossen ist.
 

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