Was versteht man unter Epigenetik?

Conrad Hal Waddington hat den Begriff Epigenetik 1942 erstmals (lt. wikipedia) benutzt und definierte Epigenetik als  „der Zweig der Biologie, der die kausalen Wechselwirkungen zwischen Genen und ihren Produkten, die den Phänotyp (Erscheinungsbild eines Individuums) hervorbringen, studiert“, oder Epigenetik ist das „Studium der erblichen Veränderungen in der Genomfunktion (Gesamtheit der Gene), die ohne eine Änderung der DNA-Sequenz auftreten“ (Jablonka, E. und Lamb, MJ. (2002): The Changing Concept of Epigenetics. In: Annals of the New York Academy of Sciences Vol. 981, S. 82–96).


Es wird also z.B. untersucht, inwieweit mütterliches erhöhtes Fruchtwasser-Insulin bei Nachkommen einen Diabetes auslösen kann, und das ist in der Tat in ca. 33 % der Fall.

Hier kommt es bereits im fetalen Leben zu einer Programmierung einer erst später auftretenden Erkrankung. 

Die Epigenetik erforscht also auch die mütterlichen, möglicherweise schädigenden, Einflussfaktoren und möchte sie begrenzen.

 
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