Was tun im Falle einer Infektion des ungeborenen Kindes?

Wenn der Verdacht einer mütterlichen Infektion besteht, kann mittels Bestimmung des Antikörperstatus (IgG und IgM) festgestellt werden, ob eine solche Infektion vorliegt, ggf. erfolgt ein Virusnachweis mittel Fruchtwasserpunktion.

In einem solchen Fall sollten regelmäßige (wöchentliche) Ultraschall-Untersuchungen zum Ausschluss des oben genannten Hydrops fetalis
(Wassereinlagerungen besonders im Bauch des Kindes, tritt in ca. 10 % auf) durchgeführt werden.
Mittels des Ultraschall-Dopplers kann zudem die Blutfluss-Geschwindigkeit in einem Hirngefäß untersucht werden und damit eine Rückschluss auf die Schwere der Anämie gezogen werden (Doppleruntersuchung der Arteria cerebri media).

Wenn eine solche fetale Anämie nachgewiesen wird, wird sie mittels einer Bluttransfusion über die Nabelschnur behandelt. Eine andere Therapie gibt es bislang nicht, da ein Impfstoff nicht existiert und auch der mögliche Einsatz von Immunglobulinen nur Patienten mit chronischen Bluterkrankungen vorbehalten bleibt.
 

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