Was tun bei unstillbarem Erbrechen (Hyperemesis gravidarum

Das, was im englischsprachigen als „morning sickness“ beschrieben wird, kann sich über den ganzen Tag hinziehen (mehr als 5 x am Tag), medizinisch heißt das: Hyperemesis gravidarum.


Ein ständiges, unstillbares Erbrechen bedeutet eine Gefahr für Mutter und Kind sogar lebensbedrohlich sein.

 

Folgende Komplikationen und Folgeerscheinungen werden befürchtet:

 

erhebliche Gewichtsabnahme (über 5 % der zuvor gemessenen Gewichts)

erheblicher Flüssigkeitsverlust (Dehydratation)

Störungen des Elektrolythaushalts. Durch den Flüssigkeitsverlust verliert der Körper               zusätzlich Natrium und Kalium, beide sind aber für die Aufrechterhaltung der Funktion             der Körperzellen unbedingt notwendig. Dadurch kann es zu Übelkeit, Erbrechen,                     Kopfschmerz, Abgeschlagenheit und Verwirrtheitszuständen kommen. Durch den                   Kaliumverlust kommt es zur Muskelschwäche und ggf. zu Herzrhythmusstörungen

Zusätzlich kommt es zu Vitaminverlusten, insbesondere zu Vitamin B1, B6 und B12 mit         der Gefahr von Blutarmut und Nervenstörungen. Aus diesem Grunde erhalten                         Infusionen im Krankenhaus meist zusätzlich Vitamin B

Für das ungeborene Kind kann unstillbares Erbrechen sowohl eine Mangelversorgung           hervorrufen als auch wie eine Frühgeburt auslösen.

Treten Übelkeit und Erbrechen im ersten Trimenon (1.Drittel) auf, ist das Risiko für eine         Präeklampsie nur leicht erhöht, im 2. Trimenon steigt es dagegen. 

        Diese Entwicklung ist allerdings selten, ebenso wie das spätere Auftreten einer                       Plazentaablösung, die mit Blutungen und Schmerzen einhergehen würde, dann aber ein         sofortiges medizinisches Eingreifen erfordert. (Bolin M, BJOG 120 (2013) 541)

Medikamentöse Behandlung: s. bitte: „Was kann man gegen die Übelkeit tun“/                         Medikamente.

 


 

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