Was sollte man bei einer Schwangerschaft mit Zwillingen oder Drillingen (und mehr) noch beachten?

Folgende Punkte sollten beachtet werden:

1. s. unter Frügeburtenvermeidung: Führen Sie eine sorgfältige und schon frühzeitige Überprüfung des Scheiden-pH-Wertes (Säuregrad) zur Vermeidung einer Scheideninfektion durch, die eine Frühgeburt auslösen könnte, am besten schon ab der 12. SSW.  Das geht mit Lackmuspapierstreifen, die Sie in der Apotheke bekommen können. Wenn sich das rote Lackmuspapier nicht blau verfärbt, sind Sie auf der sicheren Seite.

 2. Schränken Sie möglichst jegliche Form von Belastungen in Freizeit und Beruf spätestens ab 24. SSW ein.

3. Ab 28. oder 30.SSW sollten Sie sich von der Arbeit freistellen lassen, ggf. durch Krankschreibung. Kommen Sie möglichst nicht auf die Idee, nach dieser Zeit noch die Wohnung zu renovieren oder umzuziehen. Richten Sie und Ihr Partner alles darauf aus, um eine Frühgeburt so weit wie möglich zu vermeiden. Diese Phase ist ganz entscheidend für die gesamte Familie.

 

 

4. Bereiten Sie sich in Ruhe auf die Geburt vor, wählen Sie frühzeitig ihre Hebamme und die Klinik, in der möglicherweise auch Frühgeborene (Level (Stufe) I oder II) behandelt werden können. Besuchen Sie mit Ihrem Partner gemeinsam Säuglingspflegekurse, denken Sie daran, in Zukunft dauert manches doppelt so lange (zumindest in der ersten Zeit).

 

 

5. Wenn möglich, kümmern Sie sich um eine Haushaltshilfe, insbesondere dann, wenn es Ihr erstes Kind ist oder Sie noch ein Kind unter 3-4 Jahren im Haushalt haben. Ihr Partner wird Ihnen eine große Unterstützung sein, aber der hat möglicherweise noch einen Nebenberuf, das kann dann schnell zur Überforderung führen. Aber auch Sie brauchen Ruhephasen.

 

Sind Eltern oder Schwiegereltern in der Nähe, vereinbaren Sie feste Zeiten zu denen Sie ihre Hilfe benötigen. Freundinnen, die sporadisch vorbeischauen, sind meist weniger hilfreich, es sei denn auch sie lassen sich in ein festes Hilfsschema einbinden.

 

Ein Trost: Einzelkinder fordern die ersten 1 ½ – 2 Jahre Ihre ganze Aufmerksamkeit und Zuwendung. Bei Mehrlingen braucht man, so man den Aussagen vieler betroffener Eltern glauben kann, weniger Präsenz (Anwesenheit), da diese Kinder nicht ausschließlich auf die Mutter oder den Vater fixiert sind und das Gefühl des Alleinseins wegen der Nähe des Geschwisterkindes gar nicht erst erleben.

 
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