Was sind Nachwehen im Wochenbett und stimmt es, dass diese von Geburt zu Geburt heftiger werden?

Nach der Geburt muss sich die große überdehnte Gebärmutter verkleinern. Das gelingt durch die Kontraktion (Zusammenziehen) ihrer einzelnen Muskelfasern, was aber durchaus mit Wehenschmerzen verbunden sein kann.
Nach Ablösen der Plazenta ist in der Gebärmutter eine große Wundfläche. Ohne diese Wehen könnte sich die Gebärmutter nicht zusammenziehen, um die Wundefläche zu verkleinern; ohne diese Wehen würde es weiter zu starken Blutungen kommen und die Gefahr der Infektion wäre groß.
Besonders ausgeprägt können die Wehenschmerzen beim Stillen sein. Das Hormon, dass Sie letztlich auch das Glück des Mutterseins erleben lässt, das Oxytocin, wird durch den Saugreflex der Kindes an der Mutterbrust freigesetzt und führt nebenbei zu der, leider manchmal mit Schmerzen verbundenen, aber gewünschten Gebärmutterkontraktion (lat. für „Zusammenziehen“), und damit zur Verkleinerung der oben genannten Wundfläche und der Verringerung der Blutungen.
Dass Nachwehen mit jedem Kind heftiger werden, scheint in der Tat so zu sein. Jedenfalls wird es häufig von Müttern mehrerer Kinder so empfunden. Das liegt möglicherweise daran, dass nach jeder weiteren Geburt das Zusammenziehen der Gebärmutter schwieriger wird und dafür mehr Hormone freigesetzt werden müssen.
Bei sehr starken Beschwerden lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme schmerzstillende Mittel geben, wahlweise als Tabletten, Zäpfchen oder auch als Spritze.
 

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