Was sind BRCA-Gene?

Unser Körper produziert ständig neue Zellen, Millionen und Abermillionen pro Tag. Gesunde Zellen besitzen ein System, dass im Erbsystem ständig auf der Suche nach Fehlern ist, um sie zu korrigieren oder ggf. den Zelltod dieser Zelle auszulösen. Gibt es aber einen Defekt in diesem System, der mit zunehmendem Alter immer häufiger auftritt, können sich die fehlerhaften Zellen vermehren und rufen den Krebs hervor; sie besitzen dann ein unkontrolliertes Wachstumspotential.

BRCA (1 und 2) ist eine Abkürzung für BReast CAncer (Brustkrebs) 1 und 2, und bezeichnet Gene, die bei Trägerinnen von entsprechenden Gen-Mutationen (Veränderungen) das familiäre Mammacarcinom auslösen können. Beide Gene liegen auf unterschiedlichen Chromosomen.
Diese Gene sind sog. DNA-Reparaturgene, die Schäden in unserem Erbgut reparieren. Ist z.B. das BRCA 1-Gen defekt, werden solche Schäden nicht mehr ausreichend repariert, es fehlt seine Tumor-Suppressor-Funktion (Krebs-Unterdrückungsfunktion), es kann also die Krebsenstehung nicht mehr so gut unterdrücken. Ist zusätzlich das BRCA 2-Gen gestört, gelangt das darin gebundene RAD 51 (ebenfalls ein Gen) nicht zu den DNA-Bruchstellen im Zellkern, um sie zu reparieren.
Mit zunehmendem Lebensalter versagen diese komplexen Mechanismen. Das erklärt auch die zunehmende Krebswahrscheinlichkeit mit zunehmendem Alter.
Auch beim Ovarialcarcinom (Eierstockkrebs) spielen die BRCA-Gene eine Rolle.
 

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