Was passiert mit Ihnen nach dem Kaiserschnitt?

Da Sie ja aufgrund der  zuvor gelegten PDA (Periduralanästhesie) die Geburt weitgehend schmerzfrei erlebt haben, wird Ihnen Ihr Kind vom Vater oder von der Hebamme gezeigt. Das Kind wird anschließend gebadet, vom Kinderarzt untersucht, warm eingewickelt, in Ihren Arm oder in einem  Körbchen im Überwachungszimmer neben Sie gelegt. Nach einer Kreislauf-Überwachung können Sie das Kind auch immer wieder in der Arm nehmen und vielleicht auch schon einmal an die Brust legen – beim ersten Kind ein völlig neues, beglückendes Gefühl.

Es schließt sich ein mehrtägiger Krankenhausaufenthalt an, bei dem Sie Ihr Baby mehr und mehr kennenlernen und Ihnen die Hebamme oder die Stillberaterin hilfreich zur Seite stehen, auch, da meist einiges nicht gleich zu Anfang so klappt, wie Sie sich das vorgestellt haben.

Sie sollten schon am ersten Tag aufstehen; es dient dem Vorbeugen einer Thrombose ebenso wie das Tragen der Stützstrümpfe und die tägliche Heparinspritze. Das Aufstehen fällt schwer, wird dann meist von Tag zu Tag besser. Zudem erhalten Sie eine Spritze, wenn die Gebärmutter sich zu langsam zurückbilden sollte. Am 2.-4. Tag beginnt die Rückbildungsgymnastik, und der Kinderarzt untersucht Ihr Kind noch einmal etwas genauer.

Nach einer Vollnarkose müssen Sie mit dem Essen noch warten. Nach einer  lokalen (örtlichen) Anästhesie, wie sie die Spinalanästhesie oder PDA darstell, können Sie sofort wieder Nahrung zu sich nehmen.  Rufen Sie bitte jemanden zu Hilfe, wenn Sie das erste Mal aufstehen möchten, da Ihnen schwindelig werden könnte. Zunächst wird das Tragen und Heben des Babies noch schmerzhaft sein, bessert sich aber schnell. Im Hause sollten Sie das Tragen schwerer Teile für ca. 6 Wochen vermeiden, da es ist eine zu starke Belastung für die Narbe ist..

Auch, wenn Sie vielleicht  schnell nach Hause möchten: ohne Hilfe, geht alles deutlich langsamer, weil Sie den Alltag mit ihrem Kind auch erst einmal organisieren müssen – unterschätzen Sie das nicht, sonst stellt sich schnell eine Enttäuschung ein. Beim ersten Kind ist Alles ungewohnt, beim zweiten geht Ihnen sicherlich Manches leichter von der Hand, Sie haben aber noch ein weiteres Kind zu versorgen und zu betreuen, das zwischen Zuneigung und Eifersucht hin und her schwankt und Ihre ganze Aufmerksamkeit nun teilen muss.

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