Was passiert im Spätwochenbett?

Das Spätwochenbett beginnt etwa 10 Tage nach der Geburt.                           Die meisten Frauen sind heute bereits nach 3 Tagen zu Hause. Seien Sie sich bitte bewusst, dass die meisten Komplikationen im Wochenbett in den ersten 3-10 Tagen nach der Geburt stattfinden:

Setzen Sie sich bei folgenden Problemen bitte sofort mit Ihrer Hebamme, Ihrem Arzt oder der Entbindungsklinik in Verbindung:

• Fieber (Verdacht auf Infektion),
• Aufhören des Wochenflusses
(mangelhaftes Zusammenziehen der                       Gebärmutter),
• Kurzatmigkeit (Verdacht auf Lungenembolie),
• Schmerzen und Rötungen an den Beinen (Thromboseverdacht),
• Störungen der Blasenfunktion (Harnverhaltung)
• Blutungen von mehr als 500 ml Blut
(mangelhafte Kontraktion                               (Zusammenziehen) der Gebärmutter).
• Unterleibsschmerzen
(ausgelöst z.B. durch schmerzhafte Blutergüsse im kleinen   Becken mit Druck auf Blase und Darm) u.a.
• Brustentzündung (Mastitis)
, eine Rötung und Schwellung ist meist einseitig und   kann sehr schmerzhaft sein. (s.auch mothers-talk/Familie/Stillen)

Gehen Sie davon aus, dass Sie in dieser Zeit viel Schlaf benötigen, zumal die Nächte kurz sind und Sie noch nicht Ihrer gewohnten Hausarbeit, zumindest nicht im gewohnten Tempo, nachgehen können.
In dieser Zeit können auch erhebliche
Stimmungsschwankungen auftreten. Für Außenstehende, damit sind auch Familienmitglieder gemeint, kann es schwer sein, diese Schwankungen, die von höchstem Glück bis zu tiefer Depression reichen können, zu verstehen und nachzuvollziehen. Sie stehen dieser Tatsache meist hilflos gegenüber, da Sie es ja selber nicht verstehen.
Sprechen Sie mit Ihrer Hebamme oder Ihrem Arzt darüber, u.U. ist eine professionelle Hilfe durch einen Psychotherapeuten erforderlich. Und denken Sie nicht, dass Sie mit diesem Problem allein stehen. Bis zu 30 % der Mütter erleben diesen
Babyblues und 5-8 % von ihnen benötigen Hilfe.
 

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