Was passiert bei einer künstlichen Befruchtung vor einer Krebsbehandlung?

In diesem und den nachfolgenden Abschnitten geht es nicht mehr um Bestrahlungen sondern ausschließlich um medikamentöse Behandlungen des Tumors:

 

Man kann vor der Chemotherapie (Behandlung mit Medikamenten, die die übermäßige Zellteilung verhindern) mittels künstlicher Befruchtung eine Schwangerschaft auslösen. Lt. deutschem IVF-Register (in-vitro-fertilisation = künstliche Befruchtung im „Reagenzglas“) können für jeden mit Hormonen stimuliertem Zyklus etwa 9 Eizellen gewonnen werden, von denen etwa die Hälfte befruchtet werden kann. Die befruchteten Eizellen werden tief gefroren (kryokonserviert). In etwa 40% besteht später die Chance auf eine Schwangerschaft.

Der Nachteil dieser Methode ist die Tatsache, dass wegen der hormonellen Stimulierung der Eierstöcke, der Beginn einer Chemotherapie um 3-5 Wochen aufgeschoben werden muss.  

Ausgerechnet beim häufigsten Tumor der Frau, dem Brustkrebs (Mammacarcinom), hat man diese Zeit oft nicht, da dieser bei jungen Frauen häufig homonabhängig ist und damit die Gefahr der Tumorprogression (Fortschreiten des Tumors) besteht. Aus diesem Grunde werden auch Versuche mit sog. Östrogenhemmern (Tamoxyfen z.B.) durchgeführt, um das Fortschreiten zu unterbinden.

 
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.