Was macht Windpocken in der Schwangerschaft so gefährlich?

Das Virus kann über die Plazenta (Mutterkuchen) auf das ungeborene Kind übertragen werden. Es gibt in der Schwangerschaft 3 Phasen mit einem unterschiedlichen Gefährdungsgrad:
1. Phase: 
Bei einer Infektion bis zur 22. Schwangerschaftswoche besteht ein geringes Risiko (etwas über 1 %), dass ein sogennantes Kongenitales Varizellen-Syndrom auftritt. Dabei können bei den Ungeborenen insbesondere Störungen der Haut-, Muskel- und Hirnentwicklung auftreten. Hier sollten sorgfältige Ultraschalluntersuchungen durchgeführt werden, die aber auch keine 100%ige Sicherheit geben können. Die Diagnose kann sicher nur aus dem Fruchtwasser über die Varizellen-DNA (das Erbmaterial der Varizellen) bestimmt werden.
2. Phase:
 Zwischen der 23. Schwangerschaftswoche bis eine Woche vor der Geburt ist von praktisch keiner Gefährdung des Kindes durch Varizellen auszugehen.
3. Phase:
 Bei Ausbruch des Exanthems (Ausschlag) 4 Tage vor bis 2 Tage nach der Geburt besteht die Gefahr für eine schwerwiegende Erkrankung des Kindes. Ein früherer Exanthemausbruch (bis 5 Tage vor der Geburt) hat meist einen gutartigen Verlauf und das Kind bekommt bereits einen Schutz für die Zeit nach der Geburt mit.
 

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